Wer, wie oder was ist Möllenbronn? (11.08.10)
Ehrlich gesagt, hätte ich Ihnen bis vor kurzem diese Frage auch
noch nicht beantworten können. Nach unserer kleinen Abendtour
weiß ich nun, dass es ein Dorf der Gemeinde Fronreute ist, in
dem meine Kindheitserinnerungen was das Leben auf dem Land
anbelangt wieder geweckt wurden.
Aber der Reihe nach. Vor zwei Jahren kam innerhalb der
Breitensportgruppe des SKV der Gedanke auf, die lange
Sommerpause, in der wir nicht in die Turnhalle können durch
kleine Feierabendtouren zu überbrücken. Die Strecken sollten von
allen gut bewältigt werden können und eine Möglichkeit zum
Einkehren sollte es selbstverständlich auch geben. Gleich im
ersten Sommer wurden mehrere kleine Strecken erwandert und
abgerollt und es hat allen sichtlich Spaß gemacht. Auf unsere
liebgewonnenen Ausflüge wollen wir nicht mehr verzichten.
In diesem Jahr heißt es allerdings sehr flexibel sein, da der Regen uns ansonsten zu oft einen Strich durch die Rechnung machen würde. So wurde in dieser Woche die Freitagstour spontan auf Mittwoch vorverlegt.
Ein paar Telefonate quer durch Oberschwaben und schon fand sich ein nettes Grüppchen auf dem Parkplatz des Klosters Reute ein. Wir wollten in das 2,5 km entfernt gelegene Dörfchen Möllenbronn laufen und rollen. Autos kamen selten, dafür begegneten uns sport- und bewegungsfreudige Menschen auf Fahrrädern, Inlinern oder zu Fuß. Alle schienen zufrieden zu sein und grüßten freundlich. In Möllenbronn erfreuten wir uns an den wunderschönen Bauerngärten, dem kleinen Einkaufsladen und den Bauernhoftieren.
Im Gasthof „Drei Tannen“ kehrten wir ein und es blieben keine
Wünsche offen. Ob Hähnchenschenkel, Bratwürste, Saure Kutteln
mit Bratkartoffeln, Tellersülze oder Wurstsalat mit ganz
vielen Zwiebeln – alles sah nicht nur gut aus sondern schmeckte
vorzüglich!
Gestärkt ging es zurück nach Reute, das Kloster in der
Abendsonne immer im Blick.
Es war ein tolles Abenderlebnis und wir waren sicherlich nicht
das letzte Mal in Möllenbronn.
Text und Fotos: L. Eckert, Kulturwartin